Sowieso und Irgendwo

Dienstag, Oktober 03, 2006

Best of Oktoberfest

Mein liebstes Fahrgeschäft:
Ich stehe ja bekanntlich auf cheesige 70ies Disco Mucke. Und als bei dem altmodischen Fahrgeschäft gegenüber dem Riesenrad "Carwash" ertönte, da war ich einfach wehrlos. Ich bin ein klassisches Pärchen-Fahrgeschäft gefahren. Allein. Lustig wars trotzdem. Denn es folgte noch Prince mit "Kiss" und die Jackson Five mit "ABC". Hinterher wars mir übrigens schlecht. Aber das lag bestimmt nur an der Fischplatte vorher :-)

Die meiste Zeit habe ich verbracht:
Im Teufelsrad. Leuten zuschaun, die sich in völliger Selbstüberschätzung zur Zielscheibe öffentlicher Belustigung machen und dafür den beißenden Spott des Moderators kassieren und vom Publikum verlacht werden ist einfach unschlagbar.

Ruheinsel:
Das bereits erwähnte Cafe Mohrenkopf mitten zwischen Schaustellerstraße und Wirtsstraße versorgt einen mit Ruhe, Süßkram und Coca Cola. Und abends wird vor der kleinen Bühne Paar getanzt. Verglichen mit dem Gegröhle auf den Bierbänken eine wahre Wohltat. Außerdem gibts Cocktails, vielleicht für manchen Bierverächter nicht unwichtig…

Charmantester Rekommandeur:
Der junge Mann, der vor der Hexenschaukel unermüdlich und mit Schieberkäppi bekleidet seinen Dienst als Einlader versehen hat und trotz allem immer charmant geblieben ist. Er hat übrigens seine Freundin letztes Jahr auf der Wiesn kennen gelernt. Sie fand ihn ebenfalls recht niedlich und legte ihm irgendwann wortlos ein Lebkuchenherz auf den Tresen auf dem ihre Telefonnummer stand und die Aufforderung: Ruf doch mal an. Wunderbare Geschichte, wenn man mich fragt.


Ort der Kontemplation:
Das Frösche schlagen. Ein klarer Fall von: Schaut VIEL leichter aus als es de facto ist. Ich hab zuschauend jede Menge Zeit dort verbracht und ich muss sagen: Kaum jemand trifft wirklich. Ich muss zu meiner Schande gestehen: Ich auch nicht. Nicht mal das Wasserbecken, geschweige denn eine Seerose. Und dabei hätte ich so gerne einen dieser Pinguine aus dem Film „Madagaskar“ gehabt.

Beste Brezn:
Ganz klar die Brezn im Wirtshaus zum Schichtl. Hell, Weich und trotzdem resch und keineswegs lätschert. So mag ich mein bayerisches Gebäck. Und umsonst waren sie auch noch. Da lob ich mir meinen Besuch auf der Zwischenpressekonferenz doch mal…

Kann ich die nächste Zeit nicht mehr sehen:
Schweinswürstel in der Semmel (Man geht über die Festwiese und es steigt einem ein Würstelgeruch in die Nase; ganz klar da sind mal wieder Schweinswürstel fällig. Geschätzter Konsum meinerseits: 10 Portionen)
Gebrannte Mandeln (kleben in den Zähnen und machen einen mit ihrem Zuckergehalt ganz fix zum Fall für den Onkel Doktor)
Hendl (Hab 4 Hendl gegessen und musste das letzte schon stehen lassen)

Dieses fürchterliche Sportfreunde Stiller Lied. Bitte, bitte spielt doch einfach wieder "Hey Baby"!

Ausbeute:
Frauen gehen ja bekanntlich selten unbeschenkt von der Wiesn heim. Ich persönlich habs auf folgende Devotionalien gebracht: 1 vom Aussterben bedrohtes rotes Schokoladenherz mit der Aufschrift: Oktoberfest 2006 (galant überreicht vom Wirt der Deutschen Eiche), 1 blaue Rose mit Glitzer (gewonnen beim Hau-den-Lukas, überreicht vom Arbeitskollegen), 1 Promille-Meß-Urkunde (von demselben Kollegen, später am Abend: 1,26 Promille), 1 offizieller Wiesn-Kugelschreiber und 1 offizielles Wiesn-Feuerzeug (überreicht vom Fremdenverkehrsamt auf der Wien-Halbzeit- bzw. Wiesn-Abschlußpressekonferenz)

Was hat gefehlt:
Niemand hat mir eine Rose geschossen
Ich hab auch nicht gelernt wie man selber schießt
Ich habe keinen Dackel beim Nageln gewonnen
Nichtmal den Nagelstand an dem es den Dackel gibt habe ich gefunden. Wahrscheinlich ausverkauft.

1 Comments:

Blogger Nicky said...

Frage 1: Wir schreiben ein Buch übers Oktopberfest für das Kulturreferat. Muss nächstes Jahr zur Wiesn fertig sein.
Frage 2: Leider gibt`s auf dem Oktoberfest kein Kamelrennen. Ein Jammer...

11:53 PM  

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