Am Rande der Zivilisation

Beizeiten betätige ich mich gerne als Hobbydialektologin und befrage Genossen aus anderen Bezirken, aber auch aus meinem Ursprungsbezirk Niederbayern, wie bestimmte Gegenstände bei ihnen benannt werden. Heraus kommen oft lustige Worte wie "Kracherl"(Limonade) oder "Kacherl"(kleines Auto).
In der SZ findet sich nun eine Artikelserie, die mich in meinem Forschunginteresse nur bestärkt: Die Sprechprobe . Hier findet man jeweils einen kleinen Artikel über eine Region Bayerns und ihre besondere Mundart gekoppelt mit einer MP3 Datei zum Anhören. Großartig, kann ich da nur sagen.
Und diese Woche war der Bayerische Wald dran. Dessen Einwohner, die sog. "Waidler" sind selbst im an eigenartigen Dialekten nicht armen Niederbayern berühmt-berüchtigt. Für Außenstehende hört sich ein Waidler in Fahrt teilweise an, als würde er permanent nur "HoHo" sagen. Doch der SZ-Artikel klärt uns auf, dass es im Waidlerischen soviele Zwielaute wie sonst nirgends gibt. Beispielsweise lautet der Satz "Einige gehen hinauf, einige hinaus und einige hinunter" im Bayerwald „Ooi gengand oi, ooi eu und ooi ooui". Dazu muss man sich dann aber unbedingt die Sprechprobe auf MP3 anhören, sonst ist es selbst für eine gstandene Niederbayerin wie mich unverständlich :-)
PS: Ich nehme alles über die niederbayerischen Waidler zurück! Bin gerade über den Artikel zu Oberpfälzisch gestolpert und bei diesen Hörbeispielen verstehe ich ohne Scheiß KEIN WORT!

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