Allerheiligen in gruselig
Dank innerfamiliärer Verwerfungen gibt es niemand mehr, der mich Allerheiligen zum Gräbergang zwingt. Im Hinblick auf die meteorologische Großwetterlage bin ich auch wirklich dankbar.Vielleicht mag mich mein Gedächtnis trügen, aber ich kann mich an kein einziges Allerheiligen erinnern, das wettertechnisch nicht absolut inakzeptabel gewesen wäre. Egal wie warm und sonnig es die Wochen davor oder danach war: Am Gräbergang pfiff immer grundsätzlich eisiger Wind über den Friedhof, was das Warten auf den Priester mit dem Weihwasser nicht vergnügungssteuerpflichtiger machte. In besonders guten Jahren kamen dann noch wahlweise Graupelschauer, Dauerregen oder wahlweise auch der erste Schnee des Jahres hinzu.
Heute beispielsweise war ich auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt zurück. Zuerst begann es auf Höhe Freising zu schütten. In Lohhof war der Dauerregen bereits in Minihagel übergegangen. Dann war bis zur Ingolstädter Straße wieder Starkregen angesagt, der sich auf Höhe Euroindustriepark wieder in Hagel verwandelte. ICH hätte da ja nicht an einem Grab stehen wollen...
Sollten wir uns irgendwann doch darauf einigen, den Kreationismus gleichberechtigt an Schulen zu lehren, würde ich bitte auch meine Theorie diskutieren, dass der/die/das Schöpfer/In/Innen wohl echt einen schlechten Scherz mit den Katholiken dieser Welt treibt. Ich sehe die Schlagzeile förmlich vor mir: "Die katholische Erdbevölkerung: Ausgerottet durch eine Grippeepedemie in Folge von Allerheiligen."

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