Paris Impressionen
Ein Tag später, eine Ermahnung später.Bin heute schon wieder schräg von der Seite angemacht worden, vonwegen "*nörgel* Fotos immer noch nicht auf dem Blog *nörgel*". Ok, bitteschön, dann eben die Schnellversion. Eigentlich wollte ich mir ja Themen und Geschichten rund um zusammenhängende Bilder ausdenken und das Ganze richtig schön aufbereiten, aber ihr habt ja die Fast Food Variante gewollt. Deshalb hier die interessantesten Fotos, völlig durcheinander und rudimentär kommentiert.
Museum ultramoderner Kunst im Palais Tokyo. Das Motto der Ausstellung lautete irgendwie "Dschungel" oder so. Ich finde da ist ein fernsehschauendes Krokodil echt die erste Assoziation. Hübsche Tapete übrigens :-)Ach, und wer denkt "Museum Moderner Kunst"-gerade neu eröffnet- da gibts garantiert ne Klimaanlage... Falsch gedacht. Keine Spur von Air conditioning.
Jedenfalls bis auf diesen Raum. Da gabs einen MiniRegenwald der von der Decke hing und alle 5 Minuten mit Sprühnebel bewässert wurde. Inklusive der darunterstehenden Zuschauer.Die sonstigen Austellungsstücke? Eine Videoinstallation mit einer schlafenden Schlange, die mittels Infrarotkamera beobachtet wird, 4 Bäume, die statt nach oben horizontal in den Raum hinein wachsen, Filme über einen Fahrradtrip durch Südamerika und -als absolute Krönung- eine abgespacte Lounge in Grün. Deren Foto versuche ich später nochmal hochzuladen. Muss man selber gesehen haben. Ich sage nur: 1 Aquarium, 1 Rieseninsekt auf einem Drehteller, eine Eisenbahnstrecke auf der ein ausgestopftes Mini-Kroko spazierenfährt mit überdimensionalen Kokosnüssen als Eier, Lounge Sessel und Couchen aus grünem Filz, Sitzkissen in Form von Seerosenblättern und um dem ganzen die Krone aufzusetzen: brasilianische Bossa-Nova-Klänge.
Das war so schräg, da blieb ich gleich 30 Minuten sitzen.
Wer übrigens mal am Museum vorbeikommt: Unbedingt reinschauen, alleine schon wegen coolem Cafe und noch coolerem Shop.
Heftiger thematischer Sprung, direkt aufs Dach der Gallerie Lafayette. In Blickrichtung Oper konnte man da weiterhin Frankreichs Volkshelden Nummer 1 besichtigen: Zinedine Zidane wirbt-ganz zivilisiert und brav- für eine Bank. Hauptsache, niemand sagt etwas über die Mama, seufz...
Nächstes Dach: Centre Pompidou. Die Tauben haben hier einen luxoriösen Privatpool mit Blick auf Notre Dame. Da kann man sich als gemeines Federvieh nicht beschweren, finde ich.
Dachtour Numero 3: Der 8. Stock des Kaufhauses Printemps. Eigentlich die hübscheste Dachterrasse, weil man sich im Cafe zu (einigermaßen) moderaten Preisen mit Getränken versorgen kann und dann auf den Bänken und Tischen der Terrasse Platz nimmt.
Das Pärchen im Bild ist übrigens in mererlei Hinsicht symptomatisch für Paris. 1. Schwangerschaft: Es gibt in Paris noch wesentlich mehr Schwangere als im Glockenbachviertel in München. Aber sie haben sich nicht so wichtig. Schwanger sein ist in Frankreich offenbar kein weltbewegendes Ereignis. Sympatisch eigentlich. Und 2. Pärchen: Unglücklich verliebt? In einer Beziehungskrise? Dann ist Paris sowas von überhaupt kein geeignetes Reiseziel. Denn hier wird permanent geknuddelt. Händchenhaltend und knutschend versinken Pärchen hier in sich selbst und ihr rosarotes Watteuniversum.
Apropos: watterosa...Ich nenne dieses Bild ja gerne scherzhaft " Stilleben Mann vor Schuh". So gesehen im Centre Pompidou.
Womit wir wieder beim Thema wären: Das zweite Museum moderner Kunst, dass man auf gar keinen Fall vermissen darf ist das Centre Pompidou. Immer wieder neue Durchmischung der Austellung mit frischen Stücken aus dem Archiv garantieren für mehrmalige Besuche ohne Langeweile. Außerdem gilt natürlich auch hier wieder: Cafe in der Eingangshalle super, billig und klimatisiert. Und die beiden Shops sind einfach weltklasse. Die Printemps Design Filiale ist eine super Adresse für unkitschige Souvenirs.
Graffitti direkt vor unserer Hoteltür. Zur übersetzung reicht mein Französisch leider nicht wirklich aus. Sachdienliche Hinweise bitte in den Kommentaren hinterlassen.
Und zum grandiosen Abschluß ein wunderbarer Zufall: Die Rue Amelot, in der unser Hotel lag, ist wohl so etwas wie die Vespa-Reperatur-Spezialisten-Straße in Paris. Jedenfalls gabs einen Laden nach dem andern in dem sich gutaussehende Mechaniker motiviert den defekten aber trotzdem gutaussehenden Vespas der ebenfalls gutaussehenden Kunden widmeten. Lustig sowas.


2 Comments:
und das war noch nichtmal das foto von der oldie-vespa direkt neben unserem hotelzimmer...
...und wenn du findest, dass die Dschungel-Ausstellung im Museum schräg war, dann versuchs mal hier:
http://www.secretsofparis.com/heathers-secret-blog/2006/4/30/contemporary-art-for-dummies.html
Das war die vorherige Ausstellung :-)
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